Edelgard Stryzewski-Dullien

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5. Mai bis September 2017

Ausstellung im Amtsgericht Steele

Mädchenbilder und Spinnwebentanz

Anna Sieveneck liest eigene Gedichte aus dem Buch „Mit Spinnweben tanzen“
Vernissage: 5.5.2017, 14.00 Uhr Amtsgericht Essen-Steele, Grendplatz 2

In dieser Ausstellung zeige ich Arbeiten aus zwei Werkgruppen. »Mädchenbilder« sind Portraitzeichnungen, die Frau Stryzewski-Dullien umsetzt in Stoffreliefs, die genäht und gestopft plastisch wirken. Je nach Lichtverhältnissen und vor Lichtquellen allerdings erkennt man auch ihre »Schattenseiten«

Die Spinnenbilder sind Fotoeinzeichnungen, bei denen die Künstlerin in Fotos von Spinnweben hineinzeichnet. Es ist eine Technik, die die Künstlerin selbst entwickelt hat. Dazu gehört ein Buch »Mit Spinnweben tanzen…«, in dem die Bilder mit poetischen Gedichten von Anna Sieveneck verwoben sind.

Zur Eröffnung liest Frau Sieveneck aus diesem Buch.

28. Mai bis 9. Juli 2017

Stoff, aus dem die Mythen sind …

Eine Ausstellung von Edelgard Stryzewski-Dullien und Monika Pöschke-Schröder

Zur Ausstellungseröffnung in der KIR Galerie am 28. Mai 2017 um 18:00 Uhr laden wir Sie und Ihre Freunde herzlich ein.

Einführung: Judith Brinkmann, Kunsthistorikerin

Öffnungszeiten:
Mittwoch und Freitag von 16:00 bis 19:00 Uhr und Sonntag von 15:00 bis 18:00 Uhr

KIR Galerie · Elsässer Straße 21 · 46045 Oberhausen · www.galerie-kir.jimdo.com

Vom 28.5. 2017 an verwandelt sich die Galerie KIR für sechs Wochen in eine begehbare Installation. Ich setze mich mit archaischen Bildern und Mythen auseinander, erforsche und visualisiere sie mit greifbaren Materialien und Stoffen. Die Herangehensweise von mir und meiner Gastkünstlerin Monika Pöschke-Schröder ist dabei sehr unterschiedlich.

Ich beschäftige mich schon lange mit mythischen Figuren und Sagengestalten, die ich immer wieder durch eigenwillige Techniken sichtbar mache. In der Galerie KIR locke ich die Gestalt der Wasserfrau - der schönen Lau aus dem See - in unser heutiges reales Leben. Ich setze sie in Bezug zu Lilith, der beflügelten ersten Frau Adams, über Jahrtausende wegen ihrer Eigenwilligkeit verbannt, verleumdet und verdrängt, aber vor nicht langer Zeit wiederentdeckt in dem Sternbild „Lilith“.

Nessel und Seide, Fundstücke und täglich Genutztes bilden die Grundmaterialien. Ich nähe, stopfe, sticke und wachse den Stoff. Durch Wachs wird der Stoff durchscheinend, aber nicht glasklar. Er verschleiert immer wieder die genaue Kontur der mythischen Figuren. Für die Stofflichkeit wähle ich das Naturweiß der Gewebe. Dieses gebrochene Weiß steht für die zeitliche Entfernung, für die Schichtungen im Adaptieren von Mythen, für den „Nebel“ im Erinnern. Nur die Wasserfrau, die Lau, halb Fabelwesen und halb Mensch, bekommt eine farbliche Erdung, und darf ihre Füße ganz real in Wannen von Wasserfarbe baden.

Lesungen zur Ausstellung

Sonntag, der 11. Juni 2017, 16.00 Uhr

Eduard Mörike: Die Historie von der schönen Lau

Es lesen: Elke Geier, Edelgard Stryzewski-Dullien
Flöte: Friederun Juhre

Sonntag, 2. Juli 2017, 16.00 Uhr

Texte zu der Figur der Lilith und Diskussion

Es lesen: Edelgard Stryzewski-Dullien, N.N.

Die Künstlerin

Ich lebe und arbeite in Essen.

Ausgehend vom Akt- und Bewegungszeichnen setze ich mich mit dem menschlichen Körper auseinander, mit seinen Ausprägungen, seinen Imaginationen und mit dem Wahrnehmen von Körperlichkeit. Das geschieht zeichnerisch und malerisch, aber auch objekthaft und sich in den Raum dehnend. Ich erforsche mit Installationen und Aktionen die Begegnung von Körper und Raum, die Beziehung von Bewegung und Körperlichkeit, von Wahrnehmung und Täuschung. Das geschieht oft mit textilen Materialien, die den Übergang zwischen Fläche und Raum verschleiern.

Ich wähle darüber hinaus die künstlerische Ausdrucksform der Performance, um in dem Spannungsfeld Körper und Raum den Tanz der Geschlechterrituale abzutasten, zu erforschen und sinnlich sichtbar zu machen.

Daraus hat sich eine Ausweitung in den öffentlichen Raum entwickelt, in dem ich Außenräume durch Bezeichnungen, Überformungen, Akzentuierung und Polarisierung neu deute und damit den Wahrnehmungsfokus verschiebe. Es entstehen poetische Neuinszenierungen, die den Raum weit öffnen für eine Entdeckung der eigenen Bilder in den Köpfen der Betrachter.

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Edelgard Stryzewski-Dullien
Im Steeler Rott 5
45276 Essen

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